Tipps für Slammer*innen

Februar 22, 2023 Nächstes kostenloses Coaching Melde dich an!

Erzähle uns Deine Geschichte

Falls du an einem unserer Science Slams teilnehmen möchtest, findest du hier alles Wissenswerte und eine Vielzahl hilfreicher Tipps und Tricks, um dich auf deinen ersten Auftritt vorzubereiten. Außerdem bieten wir mehrmals im Jahr kostenlose digitale Science-Slam-Workshops an. Angeleitet von unseren erfahrenen Coaches, kannst du anschließend dein neu erworbenes Wissen gemeinsam mit anderen Slammer*innen direkt in die Praxis umsetzen.

Science-Slam-Regeln

  • 100 Prozent eigene Forschung
  • Keine Langeweile
  • 10 Minuten Zeitlimit
  • Erlaubt ist alles, was nicht gegen die Brandschutzordnung verstößt

How-to Science Slam – Wie fange ich an?

Die Begeisterung für dein Thema ist der Schlüssel zu einem guten Vortrag. Zum Beginn deiner Vorbereitung empfiehlt es sich jedoch, noch einmal aus der Vogelperspektive auf deine Arbeit zu schauen. Welche Aspekte deiner Forschung sind wirklich wichtig und was kann getrost weggelassen werden? Je ehrlicher du hier den Rotstift ansetzt, desto besser verständlich wird später das Endergebnis.

Wie jede Geschichte hat auch ein Science-Slam-Vortrag einen Anfang, einen Hauptteil und einen Schluss. Der Anfang ist dabei der wichtigste Teil. Fessele dein Publikum mit einer spannenden Fragestellung, binde die Menschen emotional ein und erkläre ihnen, warum es auch für ihr Leben wichtig ist, mehr über die Haltbarkeit von Hydraulikdichtungen zu erfahren. Dieser Teil kann ein Drittel bis zur Hälfte deiner Vortrags-Zeit in Anspruch nehmen.

Im Hauptteil präsentierst du den wissenschaftlichen Hintergrund bzw. das theoretische Fundament deiner Arbeit. Die Abkürzung hierfür lautet ZDF – Zahlen, Daten, Fakten. Je besser du die Einleitung gestaltet hast, desto bereitwilliger folgt das Publikum dir auch durch diesen Teil. Hier ist es besonders interessant, etwas über deine konkrete Forschungsarbeit bzw. deinen wissenschaftlichen Arbeitsalltag zu erfahren. Mit welchen Problemen und Herausforderungen hattest du oder hast du noch immer zu kämpfen? Wie bist du vorgegangen, um das zu Beginn angesprochene Problem bzw. die Fragestellung zu lösen? 

Im letzten Teil schließt du den Kreis und beantwortest die eingangs gestellte Frage, bzw. bietest eine Lösung für das von dir beschriebene Problem an. Wichtig ist, dass du dir für den Schluss genug Zeit lässt. Auch ein sehr guter Vortrag kann das Publikum ratlos zurücklassen, wenn du am Ende zu hektisch oder unsauber kommunizierst. Fasse noch einmal zusammen, was wir gesehen/gelernt haben, weise ggf. auf Folgeprobleme oder weitere Forschungsvorhaben hin und last but not least: Gebe dem Publikum eine Take-Home-Message. Das ist die eine Sache, die wirklich jeder Mensch im Publikum als gelerntes Wissen mit nach Hause nehmen sollte, selbst wenn sonst nichts angekommen ist.

Je klarer diese Take-Home-Message ist und je besser du diese am Ende kommunizierst, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Publikum das Gefühl hat, wirklich etwas gelernt zu haben.

Videos – Best Practice

Präsentation & Medien – Was ist bei einem Science Slam erlaubt?

Bei einem Science Slam ist alles erlaubt, was nicht gegen die Brandschutzordnung verstößt. Egal ob Verkleidungen, Musikeinlagen mit Rap, Gesang oder Gitarre, Requisiten und Live-Experiment – wir freuen uns über deine kreativen Einfälle.

Am gängigsten ist noch immer die Präsentation mit PowerPoint. Du kannst allerdings auch mit Filmen, Bildern oder eigenen Zeichnungen arbeiten. Gerade selbst gezeichnete Illustrationen kommen oftmals sehr gut beim Publikum an. Damit ersparst du dir auch etwaige Urheberrechtsfragen. Am Ende gilt aber: Du bist der Star, nicht die Präsentation. Halte deinen Medieneinsatz im besten Fall einfach und konzentriere dich auf deine Geschichte und deinen Vortrag. Je weniger Folien, desto besser.

Performance – Einsatz von Stimme und Körper

Ein perfekter Vortrag kommt erst dann zu seiner Entfaltung, wenn er entsprechend vorgetragen wird. Forschende sind nicht immer die geborenen Performer*innen, aber auf der Science-Slam-Bühne werden sie zu Rock-Stars der Wissenschaft. Wichtig ist hier die entsprechende Vorbereitung. Plane genügend Zeit zum Üben deines Vortrags ein, feile an einzelnen Formulierungen, Pointen und vor allem – PAUSEN. 

Je besser dein Zeitmanagement auf der Bühne ist, desto weniger musst du durch deinen Vortrag hetzen. So gerätst du nicht außer Atem und schonst deine Stimme. Überlege dir, wo du auf der Bühne stehen wirst, ob und wie du dich bewegen möchtest und ob bzw. wie du mit dem Publikum interagieren willst. All das scheint jetzt sicher etwas viel. In unserem kostenlosen digitalen Coaching erfährst du mehr über Stimmtraining, Performance, Umgang mit Nervosität und Körpersprache. Wir freuen uns auf dich!

Tipps und Tricks für Science Slammer*innen

  • Plane genügend Vorbereitungszeit für deinen Vortrag ein.
  • Mach dir zu Beginn klar, welche Kernaussage bzw. Take-Home-Message dein Vortrag haben soll.
  • Facts tell, but stories sell. Überlege dir eine gute Geschichte, um deine Forschung darin zu verpacken. Frage dich, warum ist das für mein Publikum interessant?
  • Die Einleitung ist der wichtigste Teil deiner Präsentation. Plane hierfür genügend Zeit ein und kürze dafür lieber etwas im Hauptteil.
  • Binde das Publikum emotional ein. Erzähle zum Beispiel eine persönliche Anekdote aus deinem Forscher*innenleben.
  • Halte deine Sprache so einfach wie möglich und verzichte, wenn möglich auf zu viel Fachsprache. Dein Publikum ist interessiert, aber im Zweifel fachfremd.
  • Traue dich ruhig, selbst Illustrationen zu zeichnen. Sie mögen nicht perfekt sein, verleihen deiner Präsentation aber einen individuellen Touch.
  • Vergiss nicht deinen Vortrag zu üben. Je freier du sprichst, desto eher erreichst du das Publikum.
  • Sei vorbereitet, sei entspannt, aber vor allem: habe Spaß!
  • Sei bei unserem kostenlosen Coaching dabei und lass dich perfekt auf deinen nächsten Slam-Vortrag vorbereiten.
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